Der Körper wird von zwei verschiedenen Nervensystemen gesteuert – dem motorischen Nervensystem und dem vegetativen Nervensystem. Das motorische Nervensystem steuert alle Bewegungen und Abläufe im Körper die willentlich steuerbar sind. Es unterliegt dem Willen und ist sehr stark beeinflussbar. Es wird auch das Spinalnervensystem genannt.
Wie die Reaktionen im motorischen Nervensystem ablaufen kann jeder selbst schnell und deutlich spüren. Man merkt es an den Funktionsmerkmalen der Muskulatur. Es handelt sich bei diesen Vorgängen um bewusste Wahrnehmungen im Körper. Wird ein Arm gestreckt so kommt es zu einem Zusammenspiel der dazu benötigten Muskelgruppen, Gelenken, Bändern und Sehnen. Dabei laufen diese Vorgänge fast automatisch ab. Niemand muss, wenn er diesen Vorgang ausführt, die nötige Feinjustierung der Muskelfunktionsgruppen durchführen, es sind trainierte Abläufe, die ohne ein weiteres bewusstes Steuern im Gehirn zu den gewünschten Ergebnissen führt.
Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Nervenanteilen welche sich die Waage in der Steuerung halten müssen. Das heißt, es darf nicht passieren, dass einer dieser Nerven zu stark erregt wird. Nur so kann das Organ seinen Aufgaben nachkommen.
Die beiden Anteile des vegetativen Nervensystems:
Der eine Anteil ist der Nervus vagus und der andere heißt Nervus sympatikus. Herrscht dann ein Ungleichgewicht zwischen diesen, spricht der Arzt von einer vegetativen Dystonie. Die Ursache dieser Fehlsteuerung kann vielfältig sein. Leider ist es mit der herkömmlichen Diagnostik nur sehr schwer und umständlich möglich eine vegetative Dystonie und deren Ursache abzuklären.
Das vegetative Nervensystem steuert alle Organe und die Abläufe im Körper welche nicht willentlich steuerbar sind. Es unterliegt nicht dem Willen und ist nicht oder nur sehr gering beeinflussbar. Das vegetative Nervensystem ist schon sehr viel komplizierter und wird von den meisten Menschen gar nicht so richtig verstanden, bzw. es werden nur die Abläufe des täglichen Lebens wahrgenommen. Aber richtig mit dem vegetativen Nervensystem umgehen, können die meisten Menschen nicht, oder nur sehr schlecht.
Kommt es zu Störungen (z.B. Verdauungsstörungen, Durchfall oder Verstopfung) in diesen Abläufen, werden die Ursachen meist nicht oder nur unvollständig erkannt. Teilweise gewöhnen sich Menschen an diese vegetativen Beschwerden, weil sie die Störungen ja nicht anders kennen, halten sie es nach einer gewissen Zeit für „normal“ mit diesen vegetativen Funktionseinschränkungen zu leben.
Es ist für viele Frauen zur Regel geworden mit Unterleibsschmerzen vor oder während der Periode zu leben. Aufstoßen nach einem fetten Essen, Kopfschmerzen nach Aufregung können genauso an der Tagesordnung sein wie Blähungen. Diese Funktionsstörungen und Einschränkungen sind vielen Menschen bekannt.