Beim Menschen ist das Rumpfskelett aufgerichtet. Das unterscheidet ihn von den meisten Wirbeltieren. Beim Neugeborenen ist die Wirbelsäule noch verhältnismässig gerade, sie bildet zwei nach vorn gerichtete, konkave Bögen, von denen einer im Brust-, der andere im Lendenbereich liegt. Im Laufe des Wachstums entwickelt sich ihre kennzeichnende Doppel-S-Form.
Hierbei entwickeln sich unmittelbar über diesen beiden ersten Bögen zwei weitere ausgleichende Kurven in Hals- und Lendenhöhe. Auf diese Weise erlangt die Wirbelsäule eine Widerstandskraft, die mit einer geraden Reihe aufeinander gestapelter Knochen nicht zu erreichen wäre. Die Wirbel werden von Bändern zusammengehalten – jenen knorpeligen Strängen aus Bindegewebe, welche auch die Gelenke verbinden und diesen Halt gibt.







