Diese Beinlängenüberprüfung kann sehr schnell und überall vorgenommen werden. Ob diese Überprüfung bei Kindern oder Erwachsenen durchgeführt wird ist dabei egal, es gibt grundsätzlich keine Unterschiede in der Vorgehensweise.
Eines der spannendsten Kapitel in der statischen Komplexität des aufrechten Ganges ist die Frage: Wodurch entsteht eine Beinlängendifferenz? Wie viele Dissertationen und Diskussionen schon über dieses Thema geschrieben und geführt worden sind, weiß ich nicht genau. Wenn Ihr euch meiner Meinung anschließen möchtet, weil die Fakten euch überzeugen, hier sind sie:
Das Becken mit seinen Strukturen hat im aufrechten Gang bedingt durch die zentrale Funktion eine Schlüsselposition. Die Hüftgelenke sind in den Beckenhälften exzentrisch aufgehängt. Bei einer Rotation der Beckenhälften wird die eine Hüfte dabei nach oben gezogen und die andere Hüfte wird gleichzeitig nach unten geschoben (Bild 2).
Wie auf Bild 3 gut zu sehen ist, wird das Becken muskulär von inneren Muskeln in seiner Stellung gehalten. Diese Muskelgruppen sind so groß wie der Unterarm des Patienten der auf der Liege liegt. Durch ihr Haltevermögen und ihre Kraft kann die Beckenrotation nicht in die normale Stellung gelangen. Diese Muskeln widersetzen sich allen therapeutischen Bemühungen, wenn diese von außen durch Massagen oder andere Therapieformen beeinflusst werden sollen. Man kommt einfach nicht an diese Muskelgruppen heran, sie sind tief im Körper.










