23.9.2017


Was ist
BioReflex?

Die Grundlagen

Der menschliche Körper ist zu den verschiedensten Reaktionen und Beantwortungen von Reizen fähig. Dieses wird über angeborene oder erlernte Reflexe im Körper gesteuert. Wird die Hand auf eine heiße Herdplatte gelegt, so wird der Körper diese, durch eine angeborene Schutzreaktion, von der Herdplatte zurückziehen, damit nicht ein größerer Schaden für den Gesamtorganismus entsteht.

Da Reflexe nicht willentlich unterdrückbar sind, können sie über die verschiedenen Reflexzonen des Körpers therapeutisch genutzt werden, um das motorische und das vegetative Nervensystem zu kontrollieren und gleichzeitig zu therapieren.

Reflex: von lat. reflexus = zurückschnellen

Reflexe sind unwillkürlich ablaufende Antworten des Organismus auf einen äußeren oder inneren Reiz. Ein Mensch ist von Geburt an mit einer Reihe von Reflexen ausgestattet, die ihm das Überleben und das Eingewöhnen in die neue Lebensumgebung erleichtern. Zunächst einmal laufen verschiedene Bewegungen des Säuglings "automatisch" ab. Mit zunehmendem Alter verschwinden diese Reaktionen und das Kind lernt, bewusst auf Reize zu reagieren.

Ein Kinderarzt wird bei jeder Vorsorgeuntersuchung die verschiedenen Reflexe testen, ob der eine oder andere Reflex zu einem bestimmten Zeitpunkt noch vorhanden oder bereits verschwunden ist. Dies lässt erkennen, ob sich das Kind normal entwickelt.

z.B.:

  • Augen-Reflex
  • Greif-Reflex
  • Kriech-Reflex
  • Steh-Reflex
  • Saug-Reflex
  • Lidschluss-Reflex
  • u.a.

Der erwachsene Mensch, mit seinen entwickelten und ausgeprägten Reflexen kann noch direkter in seinen Reaktionen überprüft werden.

Durch welche Störung der Körper in seinen Grundregulationen beeinträchtig ist, kann an Reflexen getestet und überprüft werden. Diese Aussage bezieht sich selbstverständlich nur auf Störungen, die ihre Ursache oder ihre Auswirkung im motorischen und/oder vegetativen Nervensystem haben. Aus diesen Störungen und den bekannten Regelkreisläufen des menschlichen Körpers lassen sich weitere Funktionszusammenhänge ableiten. Diese werden diagnostisch abgetestet.

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Reizschema des Patellarsehnenreflexes
(Kniesehnenreflex)

Durch einen Schlag auf die Patellarsehne (Kniescheibensehne) wird diese gedehnt und dadurch wird der Strecker (M. quadriceps) gereizt. Dieser Reiz wird von der Muskelspindel aufgenommen und über sensorisch/afferente Nervenfasern zur Wirbelsäule und zum Rückenmark geleitet. Dort werden diese Impulse über die Hinterhörner des Rückenmarks zu den Synapsen weitergeleitet, wo sie dann über motorisch/efferente Fasern zurück zum Strecker gesendet werden. Am Ende der motorischen Fasern befinden sich motorische Endplatten; diese bewirken, dass der Strecker kontrahiert. Das Bein streckt sich. Gleichzeitig bewirkt eine hemmende Synapse, dass der Beuger/Gegenspieler (Antagonist) nicht kontrahiert, sondern passiv gedehnt wird. Es handelt sich hier um einen monosynaptischen Eigenreflex wobei der Rezeptor und der Effektor im selben Organ liegen.

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Der Reflexbogen schematisch
Der Reflexbogen schematisch (klick!)

Der Reflexbogen in seinem schematischen Ablauf

Reiz –> Rezeptor –> afferente Nervenfasern –> Zentralnervensystem –> efferente Nervenfasern –> Effektor (Muskel, Organ)

Ein Reflexbogen besteht aus:

  • Reizaufnahme durch eine Muskelspindel (Dehnungsrezeptor)
  • Erregungsleitung zum Rückenmark bzw. ZNS
  • Aufnahme im ZNS und Verarbeitung
  • Erregungsleitung zum Muskel
  • Motorische Endplatte (Erregungsübertragung Nervenfaser –> Muskel)
  • Muskelfaser (Ausführungsorgan, Effektor)

Die biologische Bedeutung von Muskeldehnungsreflexen liegt in der Stabilisierung von Körperhaltung und Gliederstellung beim aufrechten Gang, gegen Stöße z.B. beim Stolpern, bei Bodenunebenheiten, beim plötzlichen Stoppen aus einer schnellen Bewegung etc. Das Aufrechterhalten des Gleichgewichts, beim aufrechten Gang ist eine der Hauptaufgaben des reflexbedingten Muskelfunktionsspieles.

Der Reflexbogen II
Der Reflexbogen II (klick!)

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Reflexe

Reflexe sind Verhaltensweisen, die ein Lebewesen zum Überleben benötigt. Man bezeichnet sie als angeboren, erbbedingt oder instinktiv. Jeder Reflex läuft nach einem festen angeborenen Programm unter gleichen Bedingungen stets in gleicher, rascher und starrer Weise ab. Er kann durch bestimmte Reize (Schlüsselreize) jederzeit ausgelöst werden (Alles-oder-Nichts-Reaktion). Typische, d.h. unbedingte Reflexe beim Menschen sind z.B. der Kniesehnen- und der Pupillenreflex.

Pavlov hat 1810 den Nobelpreis für Medizin bekommen weil er nachweisen konnte, dass durch Konditionierung so genannte bedingte Reflexe erzeugt werden können. Diese Entdeckung wurde zu einer der Grundlagen des Behaviorismus und der Verhaltenstherapie.

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Das Rückenmark
Das Rückenmark mit seinen seitlichen Nervaustritten die in die Peripherie zu den Organen führen (klick!)

BioReflex

Werden diese oben ausgeführten Grundlagen genutzt, kann der menschliche Körper in seiner Gesamtheit über seine körperlichen Reflexe getestet werden.

Menschen reagieren auf Reize unterschiedlich, jedoch aus Sicht von BioReflex überprüfbar und individuell reproduzierbar. Meist können die Reaktionen des Körpers auf Stress individuell bestimmt werden. Daraus können die Belastungen für das motorische und vegetative Nervensystem abgeleitet und therapeutisch genutzt werden.

Das Gehirn
Das Gehirn

Als Hauptsteuerungsorgan des Körpers haben wir natürlich das Gehirn, welches die gesamten lebensnotwendigen Abläufe im Körper steuert. Das Gehirn ist der Sitz der Körpersteuerung. Der menschliche Körper wird über das Gehirn gesteuert und dieses regelt alle Funktionen und lebenswichtigen Organe. Das Gehirn hat für diese Aufgabe das Rückenmark als Steuerungsorgan zur Verfügung und dieses ist durch die knöchernen Strukturen der Wirbelsäule geschützt. Aus der Wirbelsäule treten die Nerven aus um von dort zu den Organen (Herz, Lunge, Leber, Milz, Magen, Darm, Nieren, Unterleibsorgane, usw.) zu laufen. Auch werden alle Muskeln über diese Nerven versorgt.

Der Körper wird von zwei verschiedenen Nervensystemen gesteuert.

1. Das motorische Nervensystem
2. Das vegetative Nervensystem

Das motorische Nervensystem steuert alle Bewegungen und Abläufe im Körper welche willentlich steuerbar sind. Es unterliegt dem Willen und ist sehr stark beeinflussbar. Es wird auch das Spinalnervensystem genannt.

Wie die Reaktionen im motorischen Nervensystem ablaufen kann jeder selbst schnell und deutlich spüren. Man merkt es an den Funktionsmerkmalen der Muskulatur. Es handelt sich bei diesen Vorgängen um bewusste Wahrnehmungen im Körper. Wird ein Arm gestreckt so kommt es zu einem Zusammenspiel der dazu benötigten Muskelgruppen, Gelenken, Bändern und Sehnen. Dabei laufen diese Vorgänge fast automatisch ab. Niemand muss, wenn er diesen Vorgang ausführt, die nötige Feinjustierung der Muskelfunktionsgruppen durchführen, es sind trainierte Abläufe, die ohne ein weiteres bewusstes Steuern im Gehirn zu den gewünschten Ergebnissen führt.

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Das vegetative Nervensystem besteht aus zwei Nervenanteilen welche sich die Waage in der Steuerung halten müssen. Das heißt, es darf nicht passieren, dass einer dieser Nerven zu stark erregt wird. Nur so kann das Organ seinen Aufgaben nachkommen.

Die beiden Anteile des vegetativen Nervensystems:

Der eine Anteil ist der nervus vagus und der andere heißt nervus sympatikus. Herrscht dann ein Ungleichgewicht zwischen diesen, spricht der Arzt von einer vegetativen Dystonie. Die Ursache dieser Fehlsteuerung kann vielfältig sein. Leider ist es mit der herkömmlichen Diagnostik nur sehr schwer und umständlich möglich eine vegetative Dystonie und deren Ursache abzuklären.

Das vegetative Nervensystem steuert alle Organe und die Abläufe im Körper welche nicht willentlich steuerbar sind. Es unterliegt nicht dem Willen und ist nicht oder nur sehr gering beeinflussbar. Das vegetative Nervensystem ist schon sehr viel komplizierter und wird von den meisten Menschen gar nicht so richtig verstanden, bzw. es werden nur die Abläufe des täglichen Lebens wahrgenommen. Aber richtig mit dem vegetativen Nervensystem umgehen, können die meisten Menschen nicht, oder nur sehr schlecht.

Kommt es zu Störungen (z.B. Verdauungsstörungen, Durchfall oder Verstopfung) in diesen Abläufen, werden die Ursachen meist nicht oder nur unvollständig erkannt. Teilweise gewöhnen sich Menschen an diese vegetativen Beschwerden, weil sie die Störungen ja nicht anders kennen, halten sie es nach einer gewissen Zeit für "normal" mit diesen vegetativen Funktionseinschränkungen zu leben.

Es ist für viele Frauen zur Regel geworden mit Unterleibsschmerzen vor oder während der Periode zu leben. Aufstoßen nach einem fetten Essen, Kopfschmerzen nach Aufregung können genauso an der Tagesordnung sein wie Blähungen. Diese Funktionsstörungen und Einschränkungen sind vielen Menschen bekannt.

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